Schulkonzept

Die echte Begegnung zwischen Lehrer und Kind ist Ausgangspunkt der Waldorfpädagogik.

Der Klassenlehrer begleitet seine Klasse von der 1. bis zur 8. Klasse. So kann eine enge Beziehung zwischen Schüler und Lehrer entstehen. Jedes Kind wird seinen Möglichkeiten entsprechend gefördert. Es gibt bei uns in Unter- und Mittelstufe weder Zensuren noch Sitzenbleiben.

In der Oberstufe übernehmen die verschiedenen Fachlehrer den Unterricht in den Sprachen, Geschichte, Mathematik Biologie, Geografie, Chemie und Physik und Informatik. Die Fremdsprachen, Musik, Eurythmie und Sport werden von der Grundstufe an von Fachlehrern unterrichtet.

Der Lehrplan der Waldorfschule geht auf die in den einzelnen Altersstufen  erlebten Entwicklungsschritte der Kinder bzw. Jugendlichen ein. So liegt der Schwerpunkt des Unterrichts in der Unter- und Mittelstufe (1.-8. Klasse) auf genauer Wahrnehmung und Erleben der natürlichen Gesetze der Natur.  In der Oberstufe (9.-12. Klasse) entwickeln die Schüler daraus ihre eigene Urteilsfähigkeit.

Ein Schwerpunkt des Unterrichts an unserer Schule liegt im künstlerisch-praktischen Bereich:

Ab der 1. Klasse gehören Handarbeit, Malen, Eurythmie und Musik zum Unterricht, in der Mittelstufe kommen ergänzend Werken und Gartenbau hinzu. Die herrliche Umgebung lädt zu kurzen Ausflügen ein, wobei die Umgebung der Schule im Saaletal genauso wahrgenommen werden kann wie die jahreszeitlichen Veränderungen in der Natur.

In der Oberstufe haben die Schüler neben den wissenschaftlichen Fächern Unterricht im Plastizieren, Malen, Schreinern, Korbflechten, Weben und Nähen. Dazu kommen 6 Praktika in Landwirtschaft und Forst, im Landvermessen, in Handwerks- und Industriebetrieben und in sozialen Einrichtungen.

Viele unserer Schüler absolvieren einen Teil dieser Praktika im Ausland und festigen so ihre Fremdsprachenkenntnisse. Sie erweitern dabei ihre  Welterfahrung und werden selbständiger in ihrer Persönlichkeit.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Schule sind die darstellenden Künste. Von der ersten Klasse an zeigen die Schüler kleine Präsentationen auf der Bühne.

Jedes Jahr erarbeiten die 8. und die 12. Klasse ein abendfüllendes Theaterstück. Dabei werden in der 8. Klasse häufig klassische Stücke bevorzugt, während in den 12. Klassen meist modernere Stücke zur Aufführung gelangen. Das Theaterspielen ist dabei kein Selbstzweck, sondern hilft den Schülern in einem Alter, in dem es jeweils um die Suche nach der eigenen Rolle im Leben geht, die entsprechenden Schritte in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu gehen.

Die 12. Klasse hat neben dem regulären Unterricht vielfältige Anforderungen zu bewältigen. Sie zeigt in einer öffentlichen Eurythmie-Aufführung, dass sie Musik und Lyrik künstlerisch in Bewegung umsetzen kann. Jährlich präsentieren unsere 8- und 12-Klässler in einem öffentlichen Vortrag ihre ganz individuelle Auseinandersetzung mit einen selbständig gewählten Thema, das sie in einer Jahresarbeit vertieft und für sich erschlossen haben. Eine Kunstfahrt am Ende ist zugleich Höhepunkt und Abschluss, bevor für die einen die Schulzeit mit Waldorfschulabschluss und Realschulabschluss endet und die anderen sich in einem 13. Jahr auf das Abitur vorbereiten.

Der Weg durch unser Schulleben von der Einschulung bis zum Abschluss stellt eine Reise zur Entwicklung einer individuellen Persönlichkeit dar, mit der unsere Jugendlichen in die Welt hinausgehen und sie auf ihre individuelle Art mitgestalten. Viele unserer Absolventen ergreifen soziale oder künstlerische Berufe, an den Universitäten und Fachhochschulen sind sie an allen Fachbereichen zu finden.